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Adam Bhakrani

Adam Bhakrani

Foodie, Parent and Life Optimizer

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Mehr Geld für “Surfer”.

5 min readDec 7, 2017

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Geld freisetzen nach dem 80/20 Prinzip und mehr.

Wie oft hast du schon Optimierungstipps gelesen, wo es darum geht, deine Routinen zu verändern. Anstatt immer Coffee to Go zu trinken und Döner zu essen, lieber den Kaffee auf der Arbeit machen und das Essen von zuhause mitbringen. In diesen Veränderungen steckt ein großer Hebel. Aber es funktioniert nur für bestimmte, eher disziplinierte Typen. Von allen anderen werden solche Vorhaben praktisch nie umgesetzt. Hast du dir schonmal vorgenommen, dein Mittagessen von zu Hause aus mitzunehmen? Und wie oft hast du das Ziel verfehlt? Ich nehme mal an schon sehr oft. Ich übrigens auch.

Aber das ist kein Grund zur Sorge, nur gut zu wissen. Wir unterscheiden bei FinGym Finanztypen und versuchen personalisierte Empfehlungen zu machen. Für sog. “Surfer”, denen Routinen und Routinewechsel schwerfallen, sollte der Fokus da sein, wo man mit wenig Aufwand, viel sparen kann.

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Bei den meisten Menschen ist die größte Ausgabe die Miete oder Kreditrate fürs Wohneigentum. Darum soll’s hier heute aber nicht gehen.
Ich möchte mit dir an einfacher veränderbare Ausgaben ran, sowohl Fix- als auch variable Kosten. Die regelmäßigen großen Ausgaben sind z.B. deine Lebensmittel, dein Handyvertrag, deine Stromkosten usw. Dagegen fallen deine Routinen gar nicht so unbedingt ins Gewicht. Rechnen wir das aus mal anhand eines Beispiels aus:

Ein Döner kostet im Durchschnitt ungefähr 4 €. Nehmen wir an, du isst das 2 x in der Woche. Wenn du stattdessen Essen mitbringst, hast du auch Kosten, sagen wir 2 € pro Mahlzeit. So kommst du pro Woche auf 4 € und im Monat auf 16 € Ersparnis. Gleichzeitig fällt dir der Verzicht auf den leckeren Döner auch schwer? Dann macht es Sinn an anderen Stellen zu optimieren.

Option 1: Ausgaben nach dem Pareto Prinzip

Vielleicht hast du schon einmal von der 80/20 Regel gehört. Diese besagt, dass 20 % des Inputs für 80 % des Outputs verantwortlich sind. Die Regel kann sehr vielfältig angewendet werden, dient aber eher als Norm und darf nicht als absolut angesehen werden. Beispiel: Nehmen wir an du hast 100 Freunde. Von diesen 100 Freunden bist du mit 20 sehr eng befreundet, mit den anderen eher flüchtig. Kommt das in etwa hin?

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So ist dies auch mit den Ausgaben. Guckt man sich die größten Ausgabentreiber an, dann kann man durch einfache Entscheidungen eine Menge Geld freisetzen. Letztens habe ich mir von meiner Bank einen Excel Export für die Ausgaben für das laufende Jahr (2017)gezogen. Durch einige Klicks konnte ich schnell identifizieren, wo meine Ausgaben am höchsten sind, also die Top 20 %. Beispielsweise habe ich herausgefunden, dass ich für meinen Lebensmittelausgaben viel mehr beim REWE ausgebe als bei Lidl oder Aldi, obwohl es in der Regel immer die gleichen Einkäufe sind (Brot, Milch, Eier, Obst, Gemüse, etc.). Meine Lebensmittel zu ändern ist schwierig. Einfach war jedoch die Entscheidung, alle Einkäufe ab nun bei Lidl oder Aldi zu machen. Ersparnis pro Monat ca. 25 €. Aufs Jahr bezogen setze ich selbst nur durch eine Entscheidung ca. 300 € frei.

Option 2: Die monatliche Fixkosten

Haben wir die nicht alle? Strom-, Handy-, Internet-Verträge. Dazu kommen noch Versicherungen (Krankenversicherung, Zusatzversicherungen, KFZ usw.) und Mitgliedschaften. Nehmen wir mal Stromkosten als Beispiel: Ein Stromvertrag kostet im Monat beispielsweise 90 € (mal mehr, mal weniger je nach Versorger und Tarif). Nutzt man Vergleichsportale wie check24.de, verivox.de, oder ähnliche, dann kann man fast immer einen vergleichbaren Tarif finden, der lediglich 75 € pro Monat kostet. Das macht einer Ersparnis von 15 € pro Monat. Die Erfahrung zeigt, ein Wechsel lohnt sich nach zwei bis drei Jahren (ab da wirst du häufig vom Ursprungspreis hochgestuft). Und meistens genügt ein Anruf oder eine E-Mail, um von einem anderen Dienstleister seinen Strom zu beziehen. Die oben genannten Vergleichsportale bieten Wechselservices an. Aber denk dran, sie haben ein Eigeninteresse und erhalten Provision für ihre Dienstleistung. Das kann dafür sorgen, dass du nicht alle verfügbaren Anbieter gezeigt bekommst oder nicht die volle Wechselprämie als wenn du es selbst direkt machen würdest.

Wie viel kann man bei anderen Sachen sparen? Hier einige Beispiele aus meinem Leben, die ich kürzlich verändert habe.

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1) Internet-Vertrag: 15 € (mtl.)
2) Fitness-Mitgliedschaft gekündigt: 90 €
(Ich habe mir eingestanden, dass ich einfach nicht mehr hingehe.)
3) Handy-Vertrag: 20 € (mtl.)
4) Giro-Konto: 5 € (mtl.) für Kontoführung

Gesamtersparnis: 130 € pro Monat. Dazu kommen die 25 € durch meine neue Einkaufsentscheidung. Das sind in Summe 1.860 € im Jahr!!!

Mit 155 € monatlich mehr in der Tasche kann ich weiterhin ab und zu Döner essen UND Geld in Aktien oder ETFs stecken oder für einen Familienausflug ausgeben. Ich denke, ich teile es 100 € Vorsorge und 55 € für einen Zoobesuch o.ä. jeden Monat.

Es gibt viele Optionen, die sehr einfach umzusetzen sind. In den meisten Fällen ist der Aufwand für die Änderungen wenige Minuten. Probier’s aus!

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Written by Adam Bhakrani

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